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27.03.2016:
Echtes Frühlings-Ostern

Es gab natürlich nicht das Gänseschnattern am Morgen, dafür die Bläser, die den Ostergottesdienst auf dem Friedhof gegenüber begleiteten. Mit Inbrunst. Einfach anrührend, wie die Weitmarser die Traditionen pflegen. So rührte ich im Soßentopf und ließ österliche Gefühle durch die wunderbaren Gesangbuchlieder meiner Kinder- und Jugendzeit in mir aufsteigen.
Passend zum Tag stapelten weiße Federwolken senkrecht einen Osterhasen in den blauen Azur. Und dieses Blau hielt sich einige Stunden lang, ehe sich die weißen Wolken blaugrau, dann blauschwarz färbten. Grade widerspricht eine meiner Schreiberinnen, die in dem vermeintlichen Osterhasen, so sagt sie, das Gmünder Einhorn sieht. Der Himmel ist doch wunderbar! Jeder kann sich sein Glück in die Wolken malen. Und damit es nicht zu trocken wird, hat der Himmel beschlossen, aus den nun einheitlich helleren grauen Wolken was runterrieseln zu lassen. Scheint nicht von Dauer, denn der helle Streifen am Horizont verspricht Besserung. Der erste Tag der Sommerzeit neigt sich uhrzeitlich dem Abend zu, aber die Helligkeit widerspricht, sie ist noch später Nachmittag. Etwas, das meine Enkelin lautstark monierte, weil der Besuch viel zu schnell zu Ende ging. Weil eine Stunde fehlt.