18.07.2013:
Fast untergegangen ...
Der Monat Juni war ganz schön heftig und vor allem anstrengend. Das merke ich, als ich in meinen Dateien blättere und dieses Tagesbild finde. Dabei war das Live Open Air Concert von Crosby, Stills und Nash eindeutig mal was ganz anderes!
Hach, das waren noch Zeiten! Young, Crosby, Stills und Nash waren meine Lieblinge in den 70ern. Im Juni kamen sie nach Schwäbisch Gmünd. Überall hingen ihre Konterfeis an markanten Stellen, nur noch drei - also ohne Young. Als ich einen lästerlichen Satz in der Redaktion fallen ließ: "Da dürfen Sie mich ruhig auch mal zur Berichterstattung hinschicken!", ahnte ich noch nichts. Kaum war ich zu Hause kam der Anruf des Chefredakteurs: "Auf meinem Schreibtisch liegen noch zwei Pressekarten für das Open Air heut Abend. Wollen Sie hingehen?"
Was für eine Frage! Natürlich wollte ich und ging. Tja, die alten Herren teilten ihre Kräfte gut ein. Stephen Stills überzeugte mit grandiosen Gitarrensoli. Nach der Pause ging es los. Da waren sie wieder, die engagierten Politrocker von einst, die auch aktuelle Themen aufnehmen. Da war die Power, das Können, die unvergleichlichen Sounds von damals. Die man auch heute noch immer hören kann.
Gut, dass wir nicht in der ersten Reihe saßen. Mitte rechts war es mir immer noch zu laut. Die Bässe brachten das Brustbein zum Schwingen. Und ich hörte ausgezeichnet, trotz einem Vierteltempo in den Ohren. Es war so gut, es war wunderbar, wie diese alten Herren auf einmal den Charme der Jugend versprühten, die Power - und Stephen Stills ist noch immer auf seinem Weg und bringt immer Neues, Perfekteres auf die Bühne. Ja, ich stehe mit meinem Enthusiasmus nicht allein, Zeitredakteur Christoph Diekmann teilt meine Begeisterung, wie er auf ZEIT online beweist.