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03.10.2019:
Ein weher Blick zurück

Noch zwei Tage, dann ist es genau einen Monat her, dass ich die Rückreise von der Insel antrat. Ein weher Blick zurück, denn es gab diese Momente, in denen ich mit meinen Vorurteilen konfrontiert wurde. Mitten in Wyk, nur wenige Schritte vom Strand entfernt, steht eine alte Windmühle. Als vor vielen Jahren die Idee einer Bürgerinitiative realisiert werden wollte, tat ich das ab. Ein Park mitten in Wyk, das konnte ich mir gar nicht vorstellen bei der Insulanermentalität. Ich muss mich heftig entschuldigen. Diese Bürgerinitiative hat ein kleines Wunder vollbracht.
Nah am trubeligen Zentrum wurde ein Ruhepunkt geschaffen. Ein wilder Naturgarten mit vielen Kräutern, eine traumhaft komponierte Anlage um einen kleinen See herum. Es wächst alles scheinbar wild, ist aber gepflegt und mit interessanten Infoschildchen, ganz unauffälligen, mit Namen und Wirkung von Kräutern, versehen.
Ein Entenpaar hat sich dort niedergelassen und genießt Langsamkeit und Frieden, der dort trotz vieler Besucher herrscht. Vom Kleinkind bis Greis, von Hoodie-Kids, Jungmanagern, gesetzten Damen und Herren, die vor dem Gang ins Nobelrestaurant vorm Tor noch kurz herum spazieren.
Blütendüfte und -formen in opulenter Vielfalt, Bäume, Büsche mit Blüten und Früchten, durch schmiedeeiserne Tore und kleine Ziergitter, Brunnen und wunderschöne Bänke in Gartenzimmer und lauschige Ecken verwandelt. Hier bleibt die Zeit stehen, hier kann man den Störchen von nebenan zuhören, die die Sinfonie der Bienen mit Schnabel-Percussion takten.